Die Funktion des Schultergelenks

Die Schulter ist das Gelenk mit dem größten Bewegungsumfang. Mechanisch handelt es sich um ein Kugelgelenk. Bewegungen sind somit in allen drei Ebenen und Achsen möglich. Der Preis für die Beweglichkeit ist, dass es sich um ein sehr empfindliches und anfälliges Gelenk handelt.

Das Schultergelenk wird vom kugeligen Oberarmknochenkopf (Humeruskopf) und dem Schulterblatt gebildet. Die Gelenkfläche der Pfanne (Glenoid), eine längsoval geformte Gelenkfläche des Schulterblattes, umschließt den Oberarmknochenkopf nur zum Teil. Eine Vergrößerung der Kontaktfläche zwischen den beiden Gelenkpartnern bildet eine bis zu 4 mm breite faserknorpelige Pfannenlippe (Labrum glenoidale), die an der Gelenkfläche befestigt ist. Die Gelenkflächen bestehen aus einer knorpeligen Gleitschicht. Das Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umschlossen, die Innenschicht dieser Kapsel produziert die Gelenkflüssigkeit.

Diese Flüssigkeit ernährt die Knorpelschicht und sorgt für ein reibungsloses Gleiten.

Die Gelenkführung wird durch die umgebende Muskulatur sichergestellt.

Auch für die Stabilität sind die Muskulatur, Gelenkkapsel mit Bändern und die Pfannenlippe verantwortlich.