Geschichte
PNF ist eine Behandlungsmethode auf neurophysiologischer Grundlage und wurde in den 40er Jahren von Dr. Herman Kabat gemeinsam mit der Krankengymnastin Margaret (Maggie) Knott entwickelt.
Die PNF - Entwicklung war lange Zeit verbunden mit der Namen von Margaret Knott und Dorothy Voos, und konzentrierte sich in Vallejo/ Kalifornien (USA).
Nach dem Tod von M. Knott im Jahre 1978 wurde ihre Arbeit weiter geführt von ihren Schülern.
Eine hervorragende Schülerin von Maggie Knott, Frau Lilo Ozarcuck (I-PNF-A-Instruktorin) leitet die Arbeit und entwickelt diese besondere neurophysiologische Behandlungstechnik an der Medizinischen Fakultät der Universität Giessen, Deutschland unermüdlich weiter.
Voraussetzungen
Zum Erlernen dieser Behandlungstechnik muss man als Physiotherapeut 2 Jahre Berufserfahrung aufweisen. Die Behandlungstechnik und Philosophie wird in einem Grundkurs und einem Aufbaukurs von erfahrenen I-PNF-A Instruktoren vermittelt. Die Kurse schließen mit einer strengen Prüfung ab und verleihen das Zertifikat der I- PNF-A. Über Inhalt, Qualität und Dauer der angebotenen PNF - Kurse werden auf internationaler Ebene eindeutige Absprachen gemacht, was einen hohen Qualitätsstandard sichert. Weitere Klinikkurse können folgen.
Was bedeutet eigentlich PNF?
Das Begriff PNF ist eigentlich die Abkürzung der Propriozeptiven Neuromuskulären Facilitation.
Propriozeption bedeutet soviel wie Tiefensensibilität, besser gesagt Wahrnehmung der Stellung und Bewegung des Körpers im Raum; durch spezifische Rezeptoren registrierte Informationen über Muskelspannung, Muskellänge und Gelenkstellung bzw. -bewegung werden diese z. T. auf Rückenmarksebene verschaltet und mit den Informationen von dem Gleichgewichtsorgan (im Ohr) und Mechanorezeptoren der Haut, zentral (Kleinhirn, Großhirn) verarbeitet.
Neuromuskulär bedeutet die Verbindung zwischen Nerven und Muskeln.
Fazilitation bedeutet etwas „einfach machen” oder etwas „erleichtern”; hier dem Patienten eine Bewegung erleichtern.
Was ist der Grundgedanke von PNF?
Die grundlegende Philosophie der PNF - Behandlung beruft sich auf die Beobachtungen, dass „jeder Mensch über latente (schlummernde) motorische Fähigkeiten verfügt, die durch geeignete Fazilitationen stimuliert und aktiviert werden können” (Kabat, 1950).
Während einer PNF - Behandlung müssen neben der Fazilitation auch andere spezifische Behandlungsprinzipien berücksichtigt werden.
Eine positive Grundeinstellung: Das heißt, der Patient soll auf einem für ihn adäquaten (passenden) physischen, psychischen und sozialen Level behandelt werden.
Optimale Funktionsfähigkeit: Das heißt, dass das wichtigste Behandlungsziel immer die Erlangung der bestmöglichen Funktion erkrankter/ behinderter Menschen ist.
Den ganzen Menschen behandeln: Das bedeutet, dass sich jede Behandlung auf den Patienten als Ganzes richtet, mit alle seinen Aspekte und Problemen. Die Behandlung widmet sich nicht nur einem erkrankten Teil des Körpers des Patienten, sondern betrachtet den Patienten immer in seiner ganzen Komplexität und Einzigartigkeit.
Die Ziele einer PNF-Behandlung
Bei welchen Erkrankungen kann PNF eingesetzt werden?
PNF ist eine Behandlungsmethode, die in fast allen Bereichen der Medizin eingesetzt werden kann. Von Chirurgie, Orthopädie/konservativer Therapie über Innere, Urologie, indirektes und direktes Beckenbodentraining bis hin zur Neurologie, kurz überall dort wo Physiotherapie indiziert ist.
PNF ist aber nicht nur eine Behandlungsmethode, sondern bietet auch eine hervorragende Möglichkeit der Befunderhebung und Kontrolle während des Therapieverlaufs.
PNF ist auch eine Behandlungstechnik, die mit anderen Behandlungsmethoden (z.B. Manuelle Therapie) sehr gut harmoniert und diese komplementiert.
Andernacher Strasse 70
56564 Neuwied
Telefon: 02631 3970-0
Telefax: 02631 3970-70
E-Mail
Öffnungszeiten:
montags - freitags
7:30 Uhr - 20:00 Uhr
Präventionsangebote
auch samstags
9:00 Uhr - 12:00 Uhr
