Leistungsspektrum

Die Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin bietet Ihnen eine für Sie und ihre Operation individuell angepasste perioperative Betreuung von der Prämedikation in unserer Ambulanz, über die operative Phase bis zur Entlassung aus dem Aufwachraum.
Eine komplexe postoperative Weiterbehandlung auf der interdisziplinären Intensivstation in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der operativen Abteilungen und der Dialysepraxis im Haus stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer Tätigkeit da.
Die postoperative Schmertherapie mit Katheterverfahren und Schmerzpumpen sowie die geburtshilfliche Periduralanästhesie zur Schmerztherapie im Kreissaal werden von unserem Team seit vielen Jahren mit großem Erfolg angewandt.

Prämedikation

Wichtiger Teil der anästhesiologischen Betreuung ist auch das intensive persönliche Gespräch mit dem Patienten zur Vorbereitung und Erläuterung der vorgesehenen Maßnahmen. Nur so können Ängste genommen und seelische und gesundheitliche Besonderheiten individuell erarbeitet werden. Die Planung, Erläuterung und Aufklärung der geplanten Maßnahmen stehen dabei im Vordergrund. Die Prämedikation findet in unserer Ambulanz statt.
Sie erreichen die Ambulanz zur Terminvereinbarung unter der Telefonnummer: 06821 363-2085 von Montag bis Donnerstag von 09:00 bis 12:00 und 13:00 bis 15:00 Uhr und am Freitag von 09:00 bis 13:00 Uhr
Ihr Operateur händigt Ihnen im Vorfeld ein Merkblatt, eine Medikamentenliste sowie einen Fragebogen aus. Bitte bringen Sie diese Papiere ausgefüllt zusammen mit  wichtigen medizinischen Unterlagen zum Vorgespräch mit.

Narkose

Wir bieten alle gängigen Arten von Narkose in allen Altersklassen vom Neugeborenen bis zum betagten Menschen an. Bei der Narkose werden ihr Bewusstsein und Ihr Schmerzempfinden für die Zeit der Operation durch Medikamente zeitweilig ausgeschaltet. Sie befinden sich in einem schlafähnlichen Zustand. In der Regel ist auch eine Beatmung mit Hilfe einer Maske, einer Larynxmaske oder eines Tubus in der Luftröhre erforderlich. . Sie werden während der Operation kontinuierlich von uns überwacht. Neben der üblichen Überwachung des Kreislaufs und der Atmung achten wir mit Hilfe des EEG´s auf die korrekte Narkosetiefe. Dadurch lassen sich die für Sie optimalen Dosierungen der Narkosemedikamente noch sicherer finden und unerkannte Wachheitserlebnisse vermeiden.

Rückenmarksnahe Leitungsanästhesien

Spinalanästhesie, Periduralanästhesie und die Kaudalblockade stellen rückenmarksnahe Anästhesieverfahren da. Es handelt sich dabei um seit vielen Jahrzehnten sichere und mit großem Erfolg durchgeführte Verfahren.
Durch Gabe von örtlichen betäubenden Medikamenten zusammen mit starken Schmerzmittel wird dabei gezielt das Schmerzempfinden im Bereich der Operation ausgeschaltet ohne dabei das Bewusstsein zu beeinträchtigen. Insbesondere bei großen Eingriffen im Bauchraum (zusammen mit der Narkose) , zur Schmerztherapie unter der Geburt und als Betäubung beim Kaiserschnitt kommen sie zur Anwendung. Ob ein solches Verfahren für Sie in Frage kommt, klären wir gemeinsam mt Ihnen in einem persönlichen Gespräch in der Prämedikationsambulanz.

Periphere Leitungsanästhesien

Operationen an Armen und Beinen können auch durch Blockade einzelner oder mehrerer Nerven durchgeführt werden. Dabei werden die Nerven mit einer elektrischen Stimulationskanüle oder durch Ultraschall aufgesucht und durch sogenannte Lokalanästhetika für eine bestimmte Zeitspanne in ihrer elektrischen Leitfähigkeit unterbrochen. Dadurch sind schmerzfreie Operationen ohne wesentliche Beeinträchtigung des Bewusstseins, der Atmung oder des Kreislaufs möglich. Zur postoperativen Schmerztherapie ist dabei auch die Anlage eines Katheters möglich.

Aufwachraum

Nach der Narkose werden Sie im Aufwachraum durch unser qualifiziertes Pflegepersonal unter fachärztlicher Leitung solange betreut, bis eine Verlegung auf die Station oder eine Entlassung nach Hause möglich sind. Besonderes Augenmerk richten wir dabei auf eine gute Atmung, einen stabilen Kreislauf, eine wirkungsvolle Schmerztherapie sowie falls doch einmal erforderlich auf die Therapie von Übelkeit, Erbrechen und Kältezittern.

Intensivstation

Die Intensivstation mit 8 Betten steht unter organisatorischer Leitung von Herrn CA Dr. Konrad. Auf unserer Intensivstation wird die perioperative Betreuung nahtlos fortgesetzt. Ziele sind unter anderem die Aufrechterhaltung und rasche Stabilisierung von gestörten Körperfunktionen, eine enge Überwachung und eine gute Schmerztherapie. Die Therapie findet in kollegialer Zusammenarbeit mit den Kollegen der operativen Abteilungen, der Medizinischen Klinik, der Dialysepraxis im Haus und externen Konsiliarärzten statt. Es stehen uns gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin fünf Beatmungsplätze zur Verfügung. Zwei Isolierzimmer zur Behandlung von Patienten besonderen Infektionserregern sind ebenfalls vorhanden.

Kreissaal

Im Kreissaal werden von uns Periduralanästhesien zur Schmerztherapie unter der Geburt durchgeführt. Ziel ist eine wirkungsvolle Schmerzreduktion bei erhaltener Möglichkeit bei der Geburt mitzuhelfen. Sollte bei Ihnen während oder nach der Geburt eine kurze Narkose erforderlich werden, so steht uns ein voll ausgestatteter Anästhesiearbeitsplatz zur Verfügung. Wir informieren Sie etwa sechs Wochen vor dem Geburtstermin in unserer Prämedikationsambulanz über die Möglichkeiten der Anästhesie während der Geburt.

Notfallmanagement

Die ärztlichen und pflegerischen Mitglieder des Teams der Anästhesie sind bei der Versorgung innerklinischer Notfälle als Reanimationsteam im Einsatz. Zweimal jährlich finden Übungen und Schulungen statt, damit im Ernstfall die reibungslose Versorgung gewährleistet ist.

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie nach Operationen findet nach der Verlegung aus dem Aufwachraum durch ihren Operateur statt. Ist eine aufwendigere Therapie erforderlich, so helfen wir Ihnen mit Katheterverfahren, Schmerzpumpen und einer differenzierten medikamentösen Schmerztherapie.

Unser ärztliches und pflegerisches Team der Anästhesie und Intensivstation betreut Sie umfassend während Ihres Aufenthaltes. Bei uns sind Sie in guten Händen.