Die Reha Rhein-Wied ist für die physiotherapeutische und ergotherapeutische Versorgung im Krankenhaus in Bendorf verantwortlich. Die physiotherapeutische Abteilung besteht aus 8 Physiotherapeuten, 4 Masseuren und 2 Ergotherapeuten.
Der Behandlungsschwerpunkt in der Fachklinik für Orthopädie liegt in der Mobilisation von Total-Endoprothesen (künstliche Hüft- und Kniegelenke).
Das Ziel der Behandlung hier in der Akutphase ist, eine gute Beweglichkeit des Gelenkes bei bestmöglicher Stabilität zu erreichen sowie das Zurechtfinden im Alltag zu unterstützen.
Vor der Operation üben wir mit Ihnen im Rahmen der Gangschule die für Sie nach der OP in Frage kommende Gangtechnik. Sie erhalten dazu Gehstützen und üben das Gehen im Flur sowie das Treppensteigen.
Am ersten Tag nach der OP werden Prophylaxen durchgeführt, diese beinhalten Atem- und Stoffwechselgymnastik sowie Thrombosevorsorge. Am zweiten Tag nach der OP helfen wir Ihnen auf die Bettkante, je nach Kreislaufsituation sind auch schon die ersten Schritte möglich. Im Bett beginnt dann die Gelenkmobilisation, kombiniert mit leichten Kräftigungs- und Anspannungsübungen, auch das Einüben von speziellen Verhaltensweisen ist sehr wichtig. Am dritten Tag nach der OP wird zunehmend mobilisiert, ergänzt durch mehr und mehr Eigenübungen.
Die Selbständigkeit bezüglich Toilette, Körperpflege, Ankleiden und Fortbewegung ist weitestgehend nach einer Woche möglich.
In der Ergotherapie werden z.B. an der Fahrradsäge erlernte Bewegungen in Alltagsbewegungen umgesetzt. Vor allem für die Patienten mit einer Hüftgelenksprothese bieten wir eine Hilfsmittelberatung an. Nach 14 Tagen, wenn das Gehen längerer Strecken ohne Probleme möglich sind und das Treppensteigen sicher ist, bietet sich das Bewegungsbad an. Der Auftrieb des Wassers erleichtert die Bewegungen, die Gelenke werden entlastet und der Wasserwiderstand kräftigt die Muskulatur.
In der anschließenden Rehabilitationsphase liegt der Schwerpunkt dann neben weiterer Mobilisation und Kräftigung auf Ausdauer und Vorbereitung auf den Alltag.
Es besteht die Möglichkeit, die Reha - Maßnahme im ambulanten Reha-Zentrum in Neuwied durchzuführen. Sprechen Sie darüber bitte bei der Aufnahme mit Ihrem Stationsarzt bzw. mit dem Sozialdienst, der sich deswegen mit Ihnen in Verbindung setzen wird.
Ein medizinisches Aufbautraining kann nicht nur nach der OP sehr sinnvoll sein, sondern auch schon vor der Operation. Durch die Durchblutungsförderung und Stoffwechselsteigerung kann man die Schmerzen, die bei Ihrem Krankheitsbild ja im Vordergrund stehen, in vielen Fällen lindern.
Wenn Sie also noch etwas Wartezeit bis zu Ihrer OP haben, empfehlen wir Ihnen ein medizinisches Aufbautraining, da dadurch auch die Rehabilitation nach der OP positiv beeinflusst werden kann.