Ghana-Tagebuch 1 - 12

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Zöllner kapituliert vor Nonne
Ghana-Tagebuch (1): Helfer angekommen - Medizinisches Material statt Gepäck


Von Maritta Fischer


Ein Team von Ärzten und Pflegern, die meisten vom Neustadter Hetzelstift, leistet zum fünften Mal an einem Buschkrankenhaus in Ghana ehrenamtlich medizinische Hilfe. RHEINPFALZ-Mitarbeiterin Maritta Fischer ist dabei und berichtet täglich über den Alltag im St. Martins Hospital.


Die beiden Operationsteams sind vermutlich an ihrem Bestimmungsort angekommen. Vermutlich deshalb, weil bei Redaktionsschluss noch die letzten von rund 10 Stunden Fahrt auf afrikanischen Schotterpisten ausstanden. Mit etwas Glück sollten die Helfer gestern Abend auch die zwölf großen Kisten ausgepackt haben, die bereits im August nach Ghana verschifft worden waren. Deren Inhalt: sperrige Güter, wie etwa ein zerlegter gynäkologischer Stuhl.


Am frühen Samstag waren die Helfer aufgebrochen, jeder nur mit minimalem Handgepäck. Die zweimal 23 Kilogramm Freigepäck je Person wurden für Kartons gebraucht, randvoll bestückt mit chirurgischen Instrumenten, Nahtmaterial, einem Ultraschallgerät, Schmerzmitteln, Antibiotika und anderen Medikamenten, Narkosematerial, Sterilgut, Wehenschreiber und Narkosegerät.


Gute Nachricht für das Team um den Anästhesisten Andreas Scholhölter: Die Mehrwertsteuer für das neue Ultraschallgerät wird am Flughafen erstattet. „Das bringt knapp 2000 Euro, mit denen wir wichtige Instrumente kaufen können", freut er sich. Nach Ankunft in Accra/Ghana fällt der Strom aus, doch schlimmer sind Probleme mit dem Zoll. Armut macht erfinderisch, weckt Begehrlichkeiten. In den Vorjahren wurden Team und Kartons immer problemlos durchgewinkt. Heuer bemängelt ein Zollbeamter vermeintlich fehlende Papiere.


Scholhölter zieht seinen Joker: Schwester Helen. Die Oberin des St. Martin Hospitals und er haben sich 2004 auf dem Weltjugendtag in Köln kennengelernt. Sie hat zehn Stunden Fahrt auf sich genommen um ihre Freunde abzuholen und wartet bereits ungeduldig in der Ankunftshalle. „Dich hat der Himmel geschickt", freut sich Narkoseärztin Annette Langhammer. Der Zollbeamte kapituliert. Mit einer 60-jährigen Landsfrau mit direkter Verbindung zu Gott will er sich lieber nicht anlegen. Chirurg Johannes Weiss bringt es auf den Punkt: „Wenn es Probleme gibt, werden sie gelöst.'

 

 Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.259
Datum: Montag, den 08. November 2010
Seite: Nr.21
"Deep-Link"-Referenznummer: '7003544'
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Ohne Amputation droht der Tod
Ghana-Tagebuch (2): Auf die Helfer aus Deutschland warten schon schwer kranke Patienten


Von Maritta Fischer


Natürlich hat man als Mitteleuropäer zu klagen, wenn aus dem letzten Teilstück zum Einsatzort ein Abenteuertrip wird. Wer sich vorstellen kann, mit einem Bus die Brandschutzschneise des Weinbiets entlang zu holpern, auf schlammigen, seifenglatten Pisten, durch Wasserlöcher und unzählige Schlaglöcher hindurch, ist schon nah dran am Gefühl des Ausgeliefertseins. Ein Reifenwechsel im tropischen Urwald, in der Mitte des Nirgendwos und dann noch kurz vor Mitternacht, als das Ziel nahe scheint, ein gestrandeter Bananenlaster, der die Piste versperrt: Hätte man dann nicht jeden Grund zu klagen?


Wohl kaum, wenn man es mit dem Elend vergleicht, das die Menschen in Ghana täglich umgibt. Das wird am Montagmorgen deutlich, als parallel zum Auspacken und Ausstatten der beiden Operationsräume die ersten Patienten kommen. Ergeben warten sie auf Hilfe. Eine junge Frau, deren Ohrläppchen auf Blumenkohlgröße angeschwollen ist, Schilddrüsenpatienten mit riesigen Tumoren, eine Frau mit Hautkrebs, ein junger Mann mit Schrotkugeln in der Lunge, das Opfer eines Verkehrsunfalls, Kinder mit Leisten- und Hodenbrüchen. Alle warten geduldig.


Die zwei OP-Teams geben Gas: wessen Fachwissen gerade dringend gebraucht wird, der sorgt rasch selbst für einen soliden Hygienestandard und legt los.


Ein Mann braucht Rat. Ein Geruch nach Verwesung umgibt ihn, schier nicht zu ertragen. Sein rechtes Bein ist auf doppelte Stärke angeschwollen. Ein „ausgeprägter Lymphstau - Elephantiasis am Unterschenkel mit einem bösartigen Tumor", sagt Johannes Weiß von der Uni Mannheim, Facharzt für Allgemein- und Visceralchirurgie. Leber und Lunge werden auf Metastasten untersucht. Das neu gespendete Ultraschallgerät kommt zum Einsatz. Eine Amputation würde ihm eine reelle Lebenschance geben. Doch der Ghanaer weigert sich, auch wenn er weiß, dass er ohne Operation bald an einer Blutvergiftung sterben wird.


„Man weiß ja nie genau, was die örtlichen Pfleger ihm übersetzt haben", rätselt Weiß und ist ob der Entscheidung „maximal unglücklich". Der 45-Jährige sucht erneut das Gespräch, zuckt dann die Achseln. Der Mann habe Angst, ohne zweites Bein ausgestoßen zu werden. Ein soziales Problem, eine Frage der Kultur. Schon Menschen mit Kropf werden wie Hexen angesehen. „Er hat eindeutig nein gesagt", betont Weiß. Den Patientenwillen müsse man respektieren. Immerhin: der Mann wolle zwei Nächte darüber schlafen. Gar nicht so einfach, nach der Devise zu leben: „Wenn es Probleme gibt, werden sie gelöst."


Spenden


für die „Aktion Ghana" sind an den Freundes- und Förderkreis Krankenhaus Hetzelstift, Kontonummer 1000 70 8550 bei der Sparkasse Rhein Haardt, BLZ 546 512 40, möglich.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.260
Datum: Dienstag, den 09. November 2010
Seite: Nr.15
"Deep-Link"-Referenznummer: '7006403'
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Familie kocht Fufu für Patienten
Ghana-Tagebuch (3): Anästhesie-Schwester Vera Fritsch hilft überall


Von Maritta Fischer


Gerade mal 30 Stunden nach der Ankunft im Tropenkrankenhaus Agroyesum in Ghana ist bereits der Alltag eingekehrt. Hochkonzentriert zieht Anästhesieschwester Vera Fritsch die Narkosespritzen für die nächsten Stunden auf. Von der exakten Dosierung hängt das Wohl ihrer Patienten ab.


Später wird sie zwischen den beiden OP-Räumen pendeln, dort anpacken, wo es nötig ist. Inzwischen machen die Kollegen Visite auf den Stationen, sehen nach den frisch Operierten. Das Gelände ist weitläufig. Es gibt eine Frauen-, Männer- und Kinderstation, große Flachbauten, primitiv ausgestattet mit verrosteten Bettgestellen, die dicht an dicht mehr in Hallen denn in Zimmern stehen. Die Patienten befinden sich auf ihren Betten, meist nahezu reglos, aber stolz aufgerichtet mit kerzengeradem Rückgrat. Neben den Betten sitzen die Angehörigen, die die Verpflegung der Patienten übernehmen müssen. Ein funktionierendes soziales Netz ist Bedingung für die Aufnahme im Tropenkrankenhaus. Zwischen den Gebäuden wird gewaschen, gewartet und auf Feuerstellen gekocht, das Grundnahrungsmittel Fufu zubereitet: ein eingestampfter Brei aus Maniok-Knollen und Kochbanane.


Geckos huschen durch das Gras, Hühner und exotische Vögel scheinen allgegenwärtig. Das Leben draußen steht im krassen Gegensatz zur Stille bei der Visite. „So apathisch, wie die Leute hier sitzen, würde man bei uns den Psychiater rufen", meint Chirurg Klaus Wendl. Doch wer kann schon sagen, wie sich ein hilfloser Mensch fühlt, dessen Wohl und Wehe von einem völlig fremden „Bruni", dem weißen Mann, abhängt?


In den Operationssälen liegen die ersten beiden Patienten auf den Tischen. Eine Schilddrüse wird im Raum rechts behandelt, während links ein Gebärmuttergeschwulst entfernt wird. „Vera! Putz mich!" ruft einer der Chirurgen verzweifelt: Ihm ist Blut an die Stirn gespritzt. Binnen Sekunden hat die 51-Jährige das Problemchen gelöst.


Sie schwärmt von der Arbeit mit den Kollegen, von den Erfahrungen, die sie in bisher vier Hilfseinsätzen gewonnen hat: „Es ist spannend, auch wenn man abends völlig erschöpft ins Bett fällt." Vor dem Abflug im November dient die Scheune ihres Winzerhauses in Alsterweiler als medizinisches Lager. Nach 30 Jahren Berufserfahrung weiß Vera Fritsch genau, dass ihr Einsatz für diese Menschen goldrichtig ist. Auch für sie gilt das Motto: „Gibt"s Probleme? Und wenn, dann werden sie gelöst."


Spenden


für die „Aktion Ghana" sind an den Freundes- und Förderkreis Krankenhaus Hetzelstift, Kontonummer 1000 70 8550 bei der Sparkasse Rhein Haardt, BLZ 546 512 40, möglich. Für eine Spendenbescheinigung ist die komplette Adressangabe erforderlich.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.261
Datum: Mittwoch, den 10. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7011856'
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Notfalls kommt die Gräte zum Leistenbruch Ghana-Tagebuch (4): Anästhesistin Annette Langhammer beherrscht die Prozessoptimierung im Busch


Von Maritta Fischer


Eigentlich hätte es ein früherer Feierabend werden können als am Vorabend. Trotz eines zusätzlich eingeschobenen Patienten, Abraham, der schon im Flügelhemdchen auf einen Termin wartet. „Kann sein, dass er als Letzter drankommt, lasst ihn warten", hatte der örtliche Operationsleiter Willi vorgeschlagen.


„In den Vorjahren hatten wir gegen 16 Uhr den letzten Eingriff, jetzt wird es immer später", sagt die Anästhesistin Annette Langhammer, vom Team zur OP-Managerin bestimmt. Mit elf Jahren Berufserfahrung hat sie einen guten Überblick bei den Unwägbarkeiten dieses Amtes. Ihr Job: Prozessoptimierung im Busch. Die Herausforderung: Sie muss extrem flexibel sein, schnell umplanen, wenn Patienten nicht erscheinen, zu schwach sind für den Eingriff oder Notfälle dazwischenkommen.


In OP eins läuft die Entfernung einer auf Fußballgröße angeschwollenen Gebärmutter. Es ist die neunte Patientin des Tages. Im Nebenraum tüfteln die männlichen Kollegen an einem komplizierten Leistenbruch. Doch just, als es in beiden Sälen ans Zunähen geht, wird eine junge Frau gebracht. Akute Atemnot. Im Hals eine Fischgräte, die sie vor Stunden verschluckt hat, die Luftröhre ist inzwischen angeschwollen. Nach kurzer Beratung mit den Kollegen wird beschlossen, dass die Patientin im zweiten Raum parallel behandelt wird, Kopf an Kopf mit dem „Leistenbruch". Der, nur lokal betäubt, scheint sich über die Ablenkung zu freuen. In Deutschland undenkbar, hier einfach pragmatisch.


Andreas Scholhölter kann zunächst nichts erkennen, doch auf dem Röntgenbild zeigt sich der quer im Hals steckende, zwei Zentimeter lange Fiesling. Der Narkosearzt schickt die Frau in den Schlaf und kann Minuten später die Gräte angeln. Die junge Frau wird in den Aufwachraum geschoben, die Chirurgen können ungestört weiterarbeiten.


Nebenan wartet immer noch der Patient, inzwischen seit Stunden. Ob der jetzt an der Reihe sei, will Willi wissen. Eigentlich weiß er, wie es laufen sollte: Die Patienten werden den Ärzten vorgestellt, dann macht Annette Langhammer einen Termin. Doch keiner aus der Gruppe hat Abraham bisher je untersucht. So ist es nach der Diagnose an Willi, seinem Landsmann zu übermitteln, dass er sich noch bis Freitag gedulden muss.


Warum ein Zeitplan wichtig ist, zeigt sich bei den letzten Visiten um zehn Uhr am Abend. Wertvoll wäre die Kompetenz des Teams für jeden einzelnen Betroffenen, doch die Zeit ist knapp. Daher haben lebensbedrohliche Leiden „Vorfahrt" vor optischen Fragen. Das gilt es abzuwägen, trotz des nach wie vor gültigen Mottos: „Gibt"s Probleme? Wenn, werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.262
Datum: Donnerstag, den 11. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7016561'
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Brouni beruhigt Bibini Ghana-Tagebuch (5): Martin Leidner kann mit Patienten und Dorfchefs umgehen


Von Maritta Fischer


Intensivpfleger Martin Leidner ist der König des Aufwachraums. Er betreut alle Patienten vor und nach der OP, liebt Land und Leute, hat sich eifrig Vokabeln antrainiert, um mit ihnen sprechen zu können. Ob „Ka fraa!" (Achtung Piekser) oder „Eje woja?" (Haben Sie Schmerzen?) - er findet die richtigen Worte.


„Sich mit der afrikanischen Sprache auseinander zu setzen, ist auch ein Zeichen von Respekt und ganz wichtig, um die Menschen richtig behandeln zu können", findet er. Nicht nur mit seinem herzlichen Lachen nimmt der 46-Jährige die Ghanaer für sich ein, nein: Er hat auch die passende Erscheinung in einem Land, in dem das Ansehen mit dem Körpergewicht wächst.


Kneifen gilt nicht: Wer länger im Ort ist, muss sich beim Dorfchef vorstellen. Klar, dass auch in diesem Jahr eine Begegnung geplant ist. Diesen Mann, betont Martin Leidner, während er die Platzwunde eines kleinen Jungen versorgt, dürfe man niemals direkt ansprechen. Aus Ehrfurcht vor dessen Würde sei eine Kontaktaufnahme nur über zwei Sprecher möglich: den des Dorfchefs und Martin Leidners ashantischen „Sprecher" aus dem Krankenhaus.


Urologin Karen Czeloth und OP-Schwester Helene Rifert kommen in den Universalraum für Vor- und Nachbehandlung und Intensivmedizin, tauschen sich aus über die nett anzusehenden Vögel des Tages und die weniger geliebten Krabbeltiere der Nacht. Martin Leidner erzählt kurz von der Visite am Morgen, als er beim Verbandwechsel auf der Kinderstation einen Jungen entdeckt hat, der dringend untersucht werden muss. Bleich und heftig zitternd hatte der auf seiner Decke gelegen. Die Situation erinnert an das Vorjahr: Da entdeckte ein Kollege zufällig ein dreijähriges Mädchen mit unstillbarem Nasenbluten in den Armen der Mutter. Sein Hämoglobinwert war bereits auf drei gefallen - 14 wäre normal gewesen. Martin Leidner hatte ihm spontan Blut gespendet, die Chirurgen per Tamponade die Blutung gestoppt.


Eine zahnlose alte Frau wird zur Operation gebracht, lächelt den Intensivpfleger scheu an und sagt dann keck zu ihm: „Oh Brouni!" (Ein weißer Mann!) Der weiß, was die einheimische Etikette fordert und kontert: „Bibini!" (Schwarzer Mann) Die Frau kichert und kann ohne Angst für den Eingriff vorbereitet werden. Ob man denn auch zu Frauen schwarzer Mann sagen könne? Martin Leidner winkt ab: Das passt für alle. Auch bei der Sprache gilt: „Gibt"s Probleme? Und wenn, werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.263
Datum: Freitag, den 12. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7019366'
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Der Tod ist schneller
Ghana-Tagebuch (6): Der erste Patient übersteht die schwere Operation nicht


Von Maritta Fischer


Einem jungen Patienten soll eine sehr große, möglicherweise bösartige Geschwulst im Bauchraum entfernt werden. In Deutschland eine Routineoperation mit sehr guten Erfolgschancen.


Die Urologin Karen Czeloth aus Kassel ist zum ersten Mal dabei, über den Kontakt zu einem Kollegen aus dem Hetzelstift. „Was man hier tut, macht immer Sinn", sagt sie. Der Unterschied zu Deutschland sei immens, Maximalmedizin nicht zu leisten; die Resourcen seien schnell erschöpft. „Man muss genau abwägen, was man mit hiesigen Mitteln zum Abschluss bringen kann."


So muss die Gruppe täglich neu entscheiden, wer von den Hilfsbedürftigsten behandelt werden kann und wer abgewiesen werden muss. Czeloth: „Das ist einerseits sehr frustrierend, wenn ich Leute mit Prostatabeschwerden wegschicken muss, denen man zu Hause leicht helfen könnte. Aber anderseits ist es auch sehr befriedigend, wenn der Kranke mit deutlich besserer Lebensqualität entlassen werden kann." Die 31-Jährige versorgt vorwiegend Kinder mit Leisten- und Wasserbrüchen, kann aber auch fachübergreifend tätig werden. Jede Hand wird gebraucht.


Akute Probleme in Operationssaal zwei: Der Patient verliert Blut. Der Strom fällt wiederholt aus, der Sauerstoff wird knapp. Blutkonserven sind keine vorhanden. Und doch gelingt es, die über drei Kilogramm schwere Geschwulst zu entfernen, den Patienten stabil zu halten. Ein Teilsieg. Bis gegen 19 Uhr wird er intensiv betreut, werden seine Vitalwerte regelmäßig überprüft.


Kurz darauf finden ihn die Anästhesisten fast reglos, müssen ihn wiederbeleben, wieder in den OP schieben. Ein Segen, wie eingespielt das Team ist, jeder Handgriff sitzt. Selbst in der größten Eile kann sich einer auf den anderen verlassen. Doch passendes Blut ist immer noch keines da, muss im zwei Fahrtstunden entfernten Kumasi besorgt werden. Für die Pfälzer Helfer ist es quälend, mitansehen zu müssen, wie schleppend die afrikanischen Abläufe sind. „In God is our help and health" - unsere Gesundheit und Hilfe liegt in Gottes Hand - ist das Motto des katholischen Krankenhauses. Doch vieles fehlt an Ausstattung, und die Lethargie der Einheimischen macht die Arbeit nicht eben einfacher.


Die Helfer kämpfen, als könne ihre Entschlossenheit die Umstände wettmachen. Die beiden OP-Teams halten bekümmert Wache, wägen sorgsam jeden ihrer Schritte ab, tun, was sie vor Ort tun können. Um drei Uhr nachts stirbt der junge Patient. Die Gruppe ist erschüttert. In den vergangenen fünf Jahren ist ihnen noch nie ein Patient gestorben.


Es gab Probleme. Und das Team hätte sie gerne gelöst.

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Radiomusik als gutes Zeichen: Es gibt Strom Ghana-Tagebuch (7): Operationsschwester Helene Rifert passt wegen Aids-Gefahr auf „wie ein Schießhund"


Von Maritta Fischer


Beim Frühstück sind alle fürchterlich niedergeschlagen. Der Tod des jungen Patienten (wir berichteten am Samstag) hätte nicht passieren dürfen, wäre in Deutschland auch niemals passiert. „Da werden Menschen mit weit über 90 Jahren noch intensiv versorgt. Hier scheitert schon die Grundversorgung oft an banalen Dingen", ist der Neustadter Arzt Andreas Scholhölter traurig.


„Man kann nicht immer heilen", weiß indes Helene Rifert. Die gelernte OP-Schwester studiert Sozialpädagogik, um „mal etwas anderes zu machen", liebt aber ihren Beruf und hat deshalb nicht gezögert, ihre ehemaligen Hetzelstift-Kollegen zu begleiten. Es sei anstrengend, die Augen überall zu haben, aber auch sehr interessant, meint sie und bereitet den Instrumententisch für den nächsten Eingriff vor: die Entfernung eines gewaltigen Myoms, einer gutartigen Muskelgeschwulst. Die Kollegen wirken angespannt. Vergewissern sich mehrfach, ob auch wirklich ausreichend Blutkonserven vorhanden sind. Haben Sorge, dass der Strom gleich wieder ausfällt und kaum vernünftig gearbeitet werden kann. Selbst das Notstromaggregat ist inzwischen störanfällig. Auch wenn die Deutschen von der aufputschenden Dauerberieselung aus dem Radio genervt sind, die die Afrikaner in jeder Situation lieben: Es ist auch ein gutes Zeichen, wenn Musik läuft.


Helene Rifert ist schockiert von den Hygienevorstellungen ihrer ghanaischen Kollegen: Immer wieder muss sie jemanden ermahnen, der sich arglos mit Straßenkleidung im sterilen Bereich bewegt, Instrumente gefährlich anreicht, unsauber arbeitet. Benutzte Nadeln und Blutspritzer sind in einem Land mit 20 Prozent Aids-Infizierten ein hohes Risiko. Doch aus Not und Unwissenheit werden von den Einheimischen Zugeständnisse gemacht, die in Deutschland undenkbar wären. „Unsere Helene passt auf wie ein Schießhund", ist der Ludwigshafener Chirurg Klaus Wendl deshalb froh.


Die beiden Kolleginnen operieren, lassen mehrfach am Stecker des Schneide- und Verödungsgerätes rütteln, damit dessen Wackelkontakt wenigstens sekundenlang behoben ist. Nach anderthalb Stunden ist das Myom entfernt. Es ist 4,77 Kilo schwer. Die Entfernung bedeutet eine Fülle an Lebensjahren für die Patientin. Der gute Verlauf der Operation unter diesen Bedingungen und bei diesem Befund gibt den Medizinern neuen Mut.


„Sagen Sie Ihren Lesern, dass es so etwas in Deutschland nicht geben würde: eine Frau, die so lange auf eine Operation warten muss. Wir brauchen Hilfe", betont der einheimische OP-Leiter Willi. Die Gruppe ist erleichtert. Sie kann wieder optimistischer in die kommende Woche blicken. „Gibt"s Probleme? Und wenn, werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.265
Datum: Montag, den 15. November 2010
Seite: Nr.22
"Deep-Link"-Referenznummer: '7026330'
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Karins Knöchel
Ghana-Tagebuch (8): OP-Schwester wird von Moskitos geplagt


Von Maritta Fischer


Die Stechmücken müssen es per Buschfunk weitergegeben haben: OP-Schwester Karin Wilhelm ist wieder da. Sie ist beliebtes Ausflugsziel für saugende Insekten jeglicher Art - und so sehen ihre Knöchel und Füße auch aus. Abschrecken kann sie das keineswegs, sie will auch künftig dabei sein. „Als Andreas Scholhölter seinen ersten Diavortrag über die Arbeit hier gezeigt hat, war ich total begeistert", erzählt die 47-Jährige.


Afrika hatte sie vorher schon bereist, liebt den Kontinent. „Die Menschen haben nichts und sind trotzdem zufrieden. In Agroyesum hilft man sich gegenseitig." Auch die Begegnungen am Wochenende haben sie berührt: Einen herzlichen Empfang hatte man den Deutschen anlässlich der 50-Jahr-Feier des Krankenhauses bereitet. Und beim Gottesdienst jeden zum Altar gebeten und gesegnet. „Da krieg" ich Gänsehaut, obwohl ich von katholischen Ritualen wenig Ahnung habe", sagt Karin Wilhelm.


Die einzelnen Teile des Gottesdienstes sind zwar weltweit sozusagen baugleich. Mit welcher Lebensfreude hier allerdings der Herr gepriesen wird, ist nicht 6000 Kilometer, sondern Welten entfernt von einem Sonntagmorgen unter deutschen Kirchendächern. Nur mit Trommeln und Klanghölzern ausgestattet, bringen die Afrikaner die Holzbänke zum Schwingen. Da wird kein Klingelbeutel verschämt weitergereicht, da tanzen die Gläubigen ihre Gaben zum Altar - selbst eine zahnlose Alte, die nur aus Haut und Kochen zu bestehen scheint, hüfteschwingend, mit entrücktem Gesichtsausdruck.


Am Nachmittag steht ein Ausflug auf dem Programm: Per Kleinbus geht es zum Lake Bosumtwi. Ob es in Ordnung ist, wenn noch ein paar Verwandte mitkommen, will der Fahrer wissen. Klar doch. Und so wird aufgefüllt. Ein bisschen erinnert das an die Wetten in einer ZDF-Samstagabendshow. Das kühle Getränk am postkartenschönen See bleibt Wunschtraum. Auch nach mehr als einer Stunde schafft es die „Bedienung" einer Lodge nicht, eine Flasche Limo zu bringen. „Daran sieht man, dass Ghana noch kein touristisch erschlossenes Land ist", sagt Karin Wilhelm.


Beim abendlichen Gute-Nacht-Bier auf der Veranda wird der OP-Plan des nächsten Tages besprochen. Freie Termine gibt es keine mehr. Ein Schrei. Schwester Helene hat eine Spinne „mit richtig fleischigen Beinen" entdeckt. Karin greift zum Schuh, schlägt zu. „Gibt"s Probleme? Und wenn, werden sie gelöst."


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.266
Datum: Dienstag, den 16. November 2010
Seite: Nr.16
"Deep-Link"-Referenznummer: '7030331'
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Voodoo hilft nicht
Ghana-Tagebuch (9): Klaus Wendl muss amputieren


Von Maritta Fischer


Schlechte Karten für Warmduscher. Dem kalten Guss von oben - was für afrikanische Verhältnisse bereits Luxus ist - kann auch Klaus Wendl nur wenig abgewinnen. „Aber es gibt Schlimmeres: gar kein Wasser."


Auch das kommt in der ghanaischen Klinik vor, stundenlang, tagelang. Dann wird jeder Tropfen kostbar. Wofür opfert man die zugeteilte Ration, die die Hilfe mühsam vom Brunnen herangeschleppt hat? „Mir ist egal, ob die Kollegen gewaschen sind. Hauptsache sie tragen sterile Kittel und sind desinfiziert", meint Hygienebeauftragter Martin Leidner lakonisch, während die Gruppe die anstehenden Fälle durchspricht. Bei einer Schwangeren muss ein Leistenbruch operiert werden. Seit drei Tagen hat die völlig erschöpfte Gladys vor Schmerzen kein Auge zugetan. Jetzt hat sie zwar nur eine Teilnarkose, kann aber tief und fest schlafen. Gut für sie und das Ungeborene.


Danach wird sich Wendl, Unfallchirurg der BG-Unfallklinik in Ludwigshafen, um Abraham kümmern. Um das Knie hat der einen monströsen, stinkenden Verband. Wendl weiß, was auf ihn zukommt: Buruli Ulcus. Die Infektionskrankheit führt zu verstümmelnden Geschwüren. Sie wird von einem Bakterium verursacht, das dem Lepra-Erreger ähnlich ist. Mehr als die Hälfte aller Kinder sind betroffen. „Die Menschen verfaulen bei lebendigem Leib, dabei wäre es ganz einfach, sie im Anfangsstadium durch einen zehnminütigen Eingriff zu heilen", weiß Wendl.


Doch Unwissenheit und Armut lassen die Menschen zögern, werden nun auch den Farmer sein Bein kosten. Zu lange hat er gewartet, aus Angst, sein Land nicht mehr bestellen zu können. Hat mehr als ein Jahresgehalt zu einem Medizinmann gebracht, hat auf eine Mischung aus Kräutern, Voodoo und Zauberei gesetzt. Geschwächt und blutarm ist er nun in die Buschklinik gekommen, ist tatsächlich froh, den stinkenden, blumenkohlgroßen Klotz, der ihn auch sozial völlig isoliert, loszuwerden. Nur hüftabwärts betäubt, erlebt er die Amputation bewusst mit und ist dennoch guter Dinge.


„Medizin in Afrika ist ein Kontrastprogramm zu unserer Hightech-Medizin in Deutschland", so der 45-jährige Wendl. Hier muss es auch anders gehen. „Gibt"s Probleme? Und wenn, dann werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.267
Datum: Mittwoch, den 17. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7036337'
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„Der Kleine kommt schon wieder"
Ghana-Tagebuch (10): Zustände in der Geburtshilfe erschüttern die Neustadter Gynäkologin Petra Deuschle


Von Maritta Fischer


Frauenheilkunde erinnert in Ghana mehr an andere Zeiten, denn an andere Welten. Wenn der Wert einer Frau von ihrer Fruchtbarkeit abhängt und teilweise archaische Sitten herrschen, kann das für Europäer sehr befremdlich, grausam wirken.


Eine 16-Jährige liegt im OP. Nach einem selbst herbeigeführten Schwangerschaftsabbruch soll sie nun ausgeschabt werden. Was das Mädchen bereits an Elend schon hinter sich hat, bleibt im Dunkeln. Aber dass sie bestraft werden muss, scheint den einheimischen Pflegern klar. Sie wollen, dass der Eingriff ohne Narkose durchgeführt wird. Halten zu dritt das weinende Mädchen fest. Sind empört, als die Neustadter Anästhesistin Annette Langhammer ihr doch die Schmerzen nimmt. „Die sind doch nicht hier als Richter, die sollen ihr doch helfen", ist Langhammer empört.


Auch die Entbindungsstation hat so gar nichts gemein mit der kuscheligen Atmosphäre in deutschen Einrichtungen. Dass die Ausstattung derart ärmlich ist, dass kein Schrotthändler einen zweiten Blick riskieren würde - das mag den Umständen geschuldet sein. Aber der Ton ist rau, selbst unter der Geburt. Ein Lächeln der christlichen Schwestern, ein tröstendes Streicheln: Fehlanzeige.


„Da wäre noch einiges zu verbessern", meint Gynäkologin Petra Deuschle bei der Visite, will den „Kreißsaal" zeigen, sehen, ob das von den Pfälzern mitgebrachte CTG-Gerät als Wehenschreiber genutzt wird. Doch jede Pfälzerwald-Hütte wäre besser geeignet, um ein Kind zur Welt zu bringen. Zuerst beobachtet die deutsche Ärztin nur besorgt, wie die einheimischen Hebammen dem völlig schlaffen und bläulichen Neugeborenen und seiner Mutter „helfen". Sie fragt dann fassungslos: „Warum nutzen sie das CTG nicht?". Schließlich leistet sie erste Hilfe und lässt Narkosearzt Andreas Scholhölter und Intensivpfleger Martin Leidner rufen. Die eilen mit dem Notfallkoffer herbei.


Rennende Deutsche - der Kontrast zu den lethargisch wirkenden Einheimischen könnte kaum größer sein. Ein Segen, dass die Gruppe den gelben Koffer anschaffen konnte. Beatmungsbeutel, Absaugvorrichtung und eine Sauerstoffüberwachung werden eingesetzt. „Der Kleine kommt schon wieder", ist Deuschle erleichtert. Hinterher weist sie die Schwestern erneut ausführlich ein, wie das immer noch original verpackte Gerät zu handhaben ist. Kritische Situationen wären damit eher zu erkennen. Wenn man hinsehen, sich ihnen stellen und mutig anpacken würde. Vieles können die Deutschen von den Afrikanern lernen, aber vielleicht bleibt auch von dem Motto der weißen Gäste etwas hängen: „Gibt"s Probleme? Und wenn, werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.268
Datum: Donnerstag, den 18. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7040439'
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Gelehriger Schüler im Operationssaal
Ghana-Tagebuch (11): Ampofo lernt von den Pfälzern


Von Maritta Fischer


Anästhesist Andreas Scholhölter hat die Vitalwerte der Operierten genau im Blick. Meist ebenfalls dabei: sein ghanaischer Freund und Lehrling Ampofo. Seit fünf Jahren nutzt der intelligente Anästhesiepfleger die Hilfseinsätze der Deutschen als persönliche Fortbildung. Scholhölter: „Er ergreift jede Chance, etwas abzuschauen, saugt auf wie ein Schwamm."


In Ghana sind Anästhesiepfleger für die Narkose zuständig, nur 13 Narkoseärzte gebe es im Land, sagt Scholhölter und schaut nach einem Mädchen, das für einen Eingriff vorbereitet werden muss, desinfiziert den Rücken, zückt die Nadel. „Ampofo ist der Einzige, der eine regionale Anästhesie bei Kindern machen kann."


In dem kleinen Raum im ghanaischen Krankenhaus ist es drückend schwül. Er ist überfüllt mit Frischoperierten, Wartenden und mit ihren Angehörigen. Zwei Männer teilen sich ein Bett, liegen wie alle anderen auf verschlissenen Baumwolltüchern, in denen sich die Körpersekrete vieler Vorgänger gesammelt haben.


Deutlich kühler ist es im OP - wenn Strom und Klimaanlage mitspielen. Das Wasser läuft inzwischen wieder, wie lange, ist ungewiss. Gut, wenn es kühl bleibt, gut, wenn die Geräte einwandfrei funktionieren, denn die Chirurgen Johannes Weiß vom Klinikum Mannheim und Klaus Wendl von der BGU Ludwigshafen haben einen anstrengenden Eingriff vor sich: der 36-jährigen Abena soll die Schilddrüse entfernt werden. Beidseitig ist ihr ein Kropf gewachsen, der sie sozial isoliert hat. Ihr Mann hat sich von ihr getrennt. Viele Einheimische sind von dieser stigmatisierenden, jedoch nicht lebensbedrohlichen Erkrankung betroffen, nennen sie „Goitre".


Der afrikanische OP-Leiter Willi drängt, dass deutlich mehr dieser Eingriffe in der knapp bemessenen Zeit durchgeführt werden. Aber die Mediziner müssen ein Limit setzen: nicht mehr als zwei pro Tag. Der Maikammerer Scholhölter erklärt: „Das ist ein komplizierter Eingriff, direkt an den Atemwegen und den Blutgefäßen, die den Kopf versorgen. Und wenn es nachblutet, wird es gefährlich."


Nach zweieinhalb Stunden bei nur drei Stromausfällen ist der Frau geholfen, sind die Kröpfe entfernt. Ampofo dokumentiert die Beute per Kamera. Er liebt sein Land, will es voranbringen. Er weiß: „Gibt"s Probleme? Und wenn, werden sie gelöst."

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.269
Datum: Freitag, den 19. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7044290'
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Zur Sache: Große Spendenbereitschaft


Die RHEINPFALZ-Berichterstattung über den Aufenthalt der Neustadter Ärzte in Ghana hat eine große Spendenbereitschaft ausgelöst. 2000 Euro seien während der Reise auf dem Konto des Fördervereins Hetzelstift Neustadt eingegangen, berichtet Kassenwart Edmund Fahrnschon. Die jüngsten Kontoauszüge habe er noch nicht abgeholt. Ein großer Brocken sind die 650 Euro, die das Jugendrotkreuz Maikammer überwiesen hat. Das Geld sei bei der Aktion „Blumen gegen Armut" gesammelt worden, erklärt Jugendleiter Kai Anslinger. Jeder teilnehmende Ortsverein habe den Empfänger auswählen dürfen. Dass Arzt Andreas Scholhölter, Initiator der Ghana-Reise, aus Maikammer kommt, sei ein wichtiges Argument gewesen.


Der Förderverein nimmt auch weiter Spenden entgegen, denn weitere Ghana-Reisen und Spenden medizinischer Geräte sind geplant. (rhp)


Spenden


für die „Aktion Ghana" an den Freundes- und Förderkreis Krankenhaus Hetzelstift, Kontonummer 1000 70 8550, Sparkasse Rhein Haardt, BLZ 546 512.

Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Mittelhaardter Rundschau
Ausgabe: Nr.270
Datum: Samstag, den 20. November 2010
Seite: Nr.17
"Deep-Link"-Referenznummer: '7047533'
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