Geburtenstark: 90 Babys mehr Stadt und Hetzelstift melden Anstieg gegenüber 2009 Das Krankenhaus Hetzelstift vermeldet für 2010 so viele Geburten wie in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr: 508 Neugeborene erblickten dort während der zurückliegenden zwölf Monate das Licht der Welt. Auch beim Einwohnermeldeamt liegt die Zahl der Neugeborenen mit fast 90 „Neuzugängen" höher als noch 2009.
Von 363 auf 450 stieg die Zahl der in Neustadt gemeldeten neugeborenen Kinder von 2009 auf 2010, wie Klaus Malz, Leiter des Ordnungsamts, informiert, zu dessen Zuständigkeiten auch das Einwohnermeldeamt zählt. Damit ist der Jahrgang 2010 im Vergleich zu den vier Jahren davor der geburtenstärkste. Die Zahl der in Neustadt gemeldeten neugeborenen Kinder war von 2006 (419) über 2007 (415) und 2008 (416) mehr oder weniger konstant, brach dann aber 2009 auf 363 ein. Eine Erklärung hat Malz dafür nicht.
„Wir liegen, was die Zahlen der Neugeborenen angeht, zehn Prozent über dem Vorjahreswert", berichtet Florian Lenz, Chefarzt der Frauenklinik am Hetzelstift. „Man kann feststellen: Der bundesweite Trend einer leicht steigenden Geburtenrate ist auch bei uns erkennbar", so Lenz. Die Zahlen des Hetzelstifts umfassen aufgrund des größeren Einzugsgebiets als Geburtsklinik alle Kinder, die dort zur Welt kommen, also auch solche aus dem Neustadter Umland.
In den letzten Jahren waren es immer weniger als 500 Neugeborene im Krankenhaus: „2006 hatten wir 437, ein Jahr später 473 und 2008 dann 490 Neugeborene. 2009 waren es leider nur 464 und im vorigen Jahr 508", so der Chefarzt. Er führt die gut 500 Geburten am Hetzelstift auch auf ein neues, „babyfreundliches" Konzept in seinem Haus zurück. „Da haben wir im letzten Jahr daran gearbeitet und haben auch die Auszeichnung als babyfreundliches Krankenhaus bekommen, die uns im Februar ausgehändigt wird", sagt Lenz.
Gefragt seien vor allem Familienzimmer mit besonderer Ausstattung, in denen die Familie mit dem Neugeborenen für sich sein könne. „Dafür haben wir viel Werbung gemacht", so Lenz. Viel Aufwand sei betrieben worden, Mitarbeiter seien geschult, die Patienten beraten worden. „Das Konzept wird gut angenommen", berichtet Lenz. Rund 80 Prozent der Frauen habe man von den Vorzügen des Stillens überzeugen können. (das)
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