Ist Röntgen trotz aller anderen neueren Untersuchungsmethoden wie Ultraschall (= Sonographie), Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT) und Nuklearmedizin überhaupt noch zeitgemäß?

Ja; viele Untersuchungen wurden durch die genannten Methoden oder aber auch durch die Endoskopie abgelöst.
Aber bei Erkrankungen der Lunge oder nach Unfällen mit Verdacht auf Knochenbrüche der Gliedmaßen (Arme, Beine) ist das „einfache“ Röntgen noch immer die erste Methode, die eingesetzt wird.

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Ist Röntgen schädlich?

Um Röntgenbilder von Menschen machen zu dürfen, bedarf es

  1. einer Lizenz –Fachkunde– sowohl der Röntgenassistentin, als auch des Arztes und es muß
  2. eine „rechtfertigende Indikation“ vorliegen, d.h. die Untersuchung muß gut
    begründet sein.

Dann übersteigt der Nutzen ein eventuelles, wenn auch sehr kleines Risiko bei Weitem.

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Warum werden bei Röntgenuntersuchungen des Knochens häufig zwei Aufnahmen durchgeführt, warum genügt nicht nur eine Aufnahme?

  1. Manche Knochenbrüche sind so fein, daß sie in einer Ebene nicht gesehen werden können, in der zweiten Ebene aber doch.
  2. Falls ein Bruch vorhanden ist, muß festgestellt werden, ob und welche Fehlstellung vorliegt, damit die Reposition richtig durchgeführt werden kann.

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Was ist ein i.v. Urogramm?

Ein i.v. Urogramm ist eine Darstellung der Niere, der Harnleiter und der Harnblase mittels Röntgen. Dazu muß ein jodhaltiges Kontrastmittel intravenös (i.v.) in eine (meistens Arm-) Vene gespritzt werden.

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Ist das Kontrastmittel, das für manche Röntgenuntersuchungen verabreicht wird, schädlich?

Für die meisten Menschen nicht. Es gibt jedoch einige Einschränkungen:

  1. Es sollte nicht verabreicht werden, wenn eine Nierenschädigung vorliegt. Das wird bei älteren Menschen vorher überprüft durch die Bestimmung des Kreatininwertes im Blut.
  2. Es sollte nicht verabreicht werden, wenn eine Überfunktion der Schilddrüse vorliegt (ein dicker Hals – Kropf/Struma – ist keine Überfunktion). Ob eine Überfunktion vorliegt, wird vorher durch die Bestimmung des TSH-Wertes im Blut geprüft.
  3. Es gibt nichts, gegen das man nicht allergisch reagieren kann, seien es Erdbeeren oder Kontrastmittel. Daher wird vorher gefragt, ob Sie zu Allergien neigen. Eventuell kann auf die Gabe von Kontrastmittel verzichtet werden, falls nicht, werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen.

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 Was ist ein Miktionszystourethrogramm (MCU)?

Dabei wird über einen Katheter Kontrastmittel in die Harnblase eingebracht. Während des Wasserlassens (Miktion) wird ein Röntgenbild angefertigt.
"Normalerweise" läuft kein Kontrastmittel von der Harnblase in die Harnleiter zurück.
Wenn Kontrastmittel in einen oder beide Harnleiter übertritt, liegt ein Reflux vor.
Ein Reflux begünstigt das Entstehen von Infektionen und kann im schlimmsten Fall die betroffene Niere nachhaltig schädigen.
Kinderärzte und Urologen wissen, was zu tun ist.

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Woher weiß ich, ob eine Untersuchung zu Komplikationen führen kann?

Der Sie betreuende Arzt ist verpflichtet, Sie über mögliche Komplikationen aufzuklären und, falls es alternative Untersuchungen gibt, diese zu nennen.
Er wird das Für und Wieder mit Ihnen abwägen.

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Bin ich berechtigt, das Ergebnis der Untersuchung zu erfahren?

Ja, selbstverständlich.
Meistens wird Ihnen das Ergebnis von dem Arzt, der Sie überwiesen hat, mitgeteilt. Dieser kennt auch Ihre anderen Untersuchungsergebnisse und kann Einzelergebnisse in den Zusammenhang einordnen.

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Wie kann ich sicher sein, daß die Röntgenuntersuchung richtig durchgeführt wird und möglichst wenig Dosis verwendet wird?

Es gibt gesetzliche Bestimmungen, vorgeschriebene externe Überprüfungen und freiwillige Qualitätssicherungsmaßnahmen, die die richtige Durchführung bei geringst möglicher Dosis gewährleisten.

 

siehe Qualitätssicherung 

siehe Kinderradiologie

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