

In den meisten Fällen ist jedoch die Implantation eines Gelenkersatzes (Endoprothese) erforderlich. Ein künstliches Hüftgelenk besteht in der Regel aus drei Elementen: Der Hüftschaft wird im Oberschenkelknochen verankert. Auf den Konus des Schaftes wird ein Kugelkopf aus verschleißfestem Metall oder Keramik gesetzt, der - wie der natürliche Hüftkopf - in der Hüftpfanne mit dem Pfanneneinsatz gleitet. Die Hüftpfanne wird im Becken verankert
Der Hüftgelenkersatz zählt heute zu den Routineeingriffen: Allein in Deutschland werden pro Jahr ca. 200.000 künstliche Hüftgelenke implantiert. Unsere Klinik hat sich auf die Implantation von künstlichem Hüft- und Kniegelenken spezialisiert. Im Jahr setzen wir mehr als 400 Hüft- und Knieendoprothesen ein.
Die verwendeten Materialien müssen höchsten Anforderungen entsprechen. Sie sollen eine gute Gleitfähigkeit mit minimaler Reibung aufweisen und dabei kaum Abrieb erzeugen. Die medizinische Forschung hat in den vergangenen Jahrzehnten spezielle Werkstoffe und Designs für anatomische und körperfreundliche Gelenkimplantate entwickelt, die möglichst lange Standzeiten haben, d.h. lange im menschlichen Körper bleiben und einwandfrei funktionieren. In Hermeskeil steht uns für alle möglichen Krankheitsbilder ein breites Spektrum von hochwertigen Marken-Implantaten zur Verfügung. Mehr Informationen erhalten Sie unter Arthrose-Info.
Arthrose ist nicht gleich Arthrose: Häufig haben wir es mit lokalen Schädigungen zu tun, die nur einen bestimmten Gelenkanteil betreffen, während das übrige Gelenk noch völlig intakt ist. Als Reaktion auf diese isolierten Gelenkschädigungen wurden in den vergangenen Jahrzehnte vermehrt sogenannte „knochensparende“ Hüft-Implantate entwickelt. Wir haben einige dieser neueren Entwicklungen kritisch geprüft, für sinnvoll befunden und wenden sie in geeigneten Fällen an.
Eine solche Option für Jüngere ist der so genannte „Oberflächenersatz“. Hier wird der Hüftkopf nicht entfernt. Stattdessen wird eine Metallkappe auf dem Hüftkopf befestigt, ähnlich dem Überkronen eines Zahnes. Der Schenkelhals bleibt damit weitgehend erhalten.
Sind solche knochensparenden Varianten im individuellen Krankheitsfall nicht geeignet, dann stehen in Hermeskeil bewährte Primär-Hüftsysteme zur Verfügung, die aufgrund ihres langjährigen Erfolges als „Standardversorgung“ gelten.
Der individuelle Gesundheitszustand des Patienten, seine Knochenqualität, sein Körpergewicht, seine körperlichen Aktivitäten und Lebensgewohnheiten sind entscheidend bei der Wahl der „richtigen“ Endoprothese.