Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied: Der Kinderarzt Dr. Christoph Conrad behandelt Kinder mit neurologischen Erkrankungen und Behinderungen
Neuwied. Die Neuropädiatrie hat im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied eine lange Tradition. „Im Grunde geht sie auf die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zurück“, berichtet Dr. Christoph Conrad. Mutter Rosa Flesch hatte einen besonderen Blick für Menschen mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, denn ihre eigene Schwester, die sie zeitlebens betreute, litt an Epilepsie. Seit drei Jahren ist Dr. Conrad als Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Neuwied tätig. Als Neuropädiater behandelt er Kinder mit Erkrankungen des Nervensystems und mit den damit verbundenen Einschränkungen. Einige seiner kleinen Patienten sind als Frühchen auf die Welt gekommen. Vor allem bei extrem früh Geborenen ist die Gefahr von Komplikationen wie zum Beispiel Hirnblutungen groß, die zu Beeinträchtigungen im späteren Leben führen können. Auch viele Kinder und Jugendliche aus den zahlreichen Behinderteneinrichtungen in Neuwied und Umgebung kommen zu Dr. Conrad in die Sprechstunde.
Häufig werden die Patienten von ihren Kinderärzten an die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin überwiesen, wenn zum Beispiel bei einer der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen unklare Entwicklungsverzögerungen auffallen. Nach der ersten ambulanten Vorstellung des Kindes im Krankenhaus plant Dr. Conrad die weitere Diagnostik und bespricht mit den Eltern, wie und wann die erforderlichen Untersuchungen durchgeführt werden. „Wir nehmen die Kinder dafür entweder in der Tagesklinik oder für eine kurze Zeit stationär auf“, be-richtet Dr. Conrad. Selbstverständlich dürfen die Eltern die ganze Zeit bei ihrem Kind bleiben. Das Haus ist darauf eingerichtet, dass die Mütter oder Väter im Krankenzimmer ihres Kindes übernachten. Speziell ausgebildete und erfahrene Pflegekräfte stehen den Eltern bei der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder zur Seite. Sie alle haben umfangreiche Erfahrung in der Pflege von Kindern mit Einschränkungen.
Die umfangreiche Diagnostik umfasst neben dem Messen der Hirnströme (EEG) unter anderem auch verschiedene bildgebende Verfahren wie zum Beispiel MRT oder Ultraschall. „Hier arbeite ich sehr eng mit den Kollegen der Radiologie zusammen“, erläutert Dr. Conrad. So bespricht er die Untersuchungsergebnisse mit Privatdozent Dr. Götz Lutterbey, dem Chefarzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, der über eine Ausbildung zum Neuroradiologen verfügt.
Wenn sich Kleinkinder nicht richtig entwickeln, oder sie schon Erlerntes wieder verlernen, nimmt Dr. Conrad eine sogenannte Stoffwechseldiagnostik vor. Denn es gibt auch genetisch bedingte Erkrankungen bei denen bestimmte Stoffwechselprozesse gestört sind und dadurch das Nervensystem geschädigt wird.
Gerade für Kinder mit Epilepsie ist das Marienhaus Klinikum eine Anlaufstelle. „Wir führen hier eine gründliche Diagnostik durch, besprechen die Therapiemöglichkeiten und stellen die Kinder medikamentös ein“, so Conrad, der mit den großen Epilepsiezentren kooperiert. Er möchte, dass die Kinder die bestmögliche Behandlung bekommen und „dafür ist eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen Fachspezialisten wichtig“, ist Dr. Conrad überzeugt. So pflegt er enge Kontakte sowohl zu den unterschiedlichen Abteilungen des Marienhaus Klinikums als auch zum Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie Neuwied, zum Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied, zum Humange-netischen Institut der Uni Bonn und anderen Einrichtungen und Fachkollegen.
Zu den meisten Patienten hat er über Jahre Kontakt. „Ich sehe sie aufwachsen und freue mich, wenn ich sie in ihrer Entwicklung unterstützen kann“, so Conrad. Dabei hat er neben der medizinischen Therapie immer auch die gesamte Versorgung eines Kindes im Blick. Er erkundigt sich beispielsweise danach, ob dem kleinen Patienten die richtigen Hilfsmittel zur Verfügung stehen, ob er eine gute kinderorthopädische Betreuung hat und wie die schulische oder berufliche Per-spektive aussieht. Dr. Conrad ist mit Leib und Seele Kinderarzt, „ich liebe meinen Beruf, denn ich kann hier ich selbst sein“, betont er. „Wenn die Kinder spüren, dass sie bei uns gut aufgehoben sind, bekommen wir das von ihnen täglich zurück.“

Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied: Neuer Laser-Katheter in der Gefäßmedizin erlaubt es, verschlossene Arterien zu öffnen
Neuwied. Wegen eines nicht heilenden Geschwürs am linken Bein wurde Klara Neubert (Name von der Redaktion geändert) Anfang Februar von ihrem Hausarzt ins Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied eingewiesen. Bei Untersuchungen stellten Dr. Claus Schneider, der Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie, und Privatdozent Dr. Götz Lutterbey, der Chefarzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, fest, dass die Hauptoberschenkelarterie des Beins stark verengt war. „Die Wunde konnte nicht heilen, weil das Bein nicht mehr ausreichend durchblutet wurde“, erläutert Dr. Lutterbey. Die Ärzte dehnten die verengte Stelle in der Arterie mit Hilfe eines Ballons auf, der mit einem Katheter in das Gefäß eingeführt wurde. Zusätzlich stabilisierten sie die Stelle mit einer Gefäßstütze, einem sogenannten Stent.
Dennoch bildete sich an dieser Stelle nach kurzer Zeit wieder ein Blutgerinnsel: Schon nach einem Monat stellten die Ärzte fest, dass das Gefäß über eine Strecke von 30 Zentimetern vollständig verschlossen war. „Deshalb heilte das Geschwür am Unterschenkel weiterhin nicht ab“, so Dr. Schneider. „Wir mussten möglichst schnell die Durchblutung des Beins wieder sicherstellen.“ Dafür setzte Dr. Thomas Schoenijahn, der Oberarzt der Radiologie, bei der 69-jährigen Patientin einen Laser-Katheter ein. Dieses neue Gerät wird in der Gefäßmedizin und auch von Chefarzt Dr. Burkhard Hügl in der Kardiologie des Marienhaus Klinikums genutzt, um langstreckige Gefäßverschlüsse zu öffnen. Die Behandlung mit dem Laser-Katheter kann damit eine Alternative zur Bypass-Operation darstellen, bei der Gefäßverschlüsse überbrückt werden. Das Besondere an dem neuen Instrument ist der Laser an der Spitze des Katheters, der das Material, das die Gefäße verschließt, in kleinste Teile zerlegen kann, die dann gefahrlos mit dem Blutstrom abtransportiert werden. Durch die Behandlung mit dem Laser-Katheter entstand bei Klara Neubert ein kleiner Kanal in der Arterie mit einem Durchmesser von etwa zwei Millimetern. Zusätzlich weiteten die Ärzte einige verengte Arterien im Unterschenkel mit dem Ballon. „Danach erhielt die Patientin ein Medikament, das in das betroffene Gefäß hineinfließen konnte und das gesamte Blutgerinnsel von innen her auflöste“, erläutert Dr. Schoenijahn. Für den erfolgreichen Einsatz des Medikamentes war die vorherige Behandlung mit dem Laser Voraussetzung. Denn nur so konnten die Wirkstoffe auch in das zuvor verschlossene Gefäß gelangen.
Zu ihrer Sicherheit wurde Klara Neubert während der medikamentösen Behandlung auf der Intensivstation überwacht. Nach rund 15 Stunden waren die Gefäße wieder so weit geöffnet, dass das Bein gut durchblutet wurde. „In den folgenden Wochen konnten wir beobachten, wie gut das Geschwür an ihrem Unterschenkel heilte“, berichtet Dr. Schneider. Bevor die Patientin nach fünf Wochen Krankenhausaufenthalt entlassen wurde, hat er noch eine Hauttransplantation vorgenommen und damit die Wunde am Unterschenkel vollständig verschlossen. „Wir konnten Frau Neubert so ein ganzes Stück Lebensqualität zurückgeben“, freut sich Dr. Schneider.

Waldbreitbach. Zur Teilnahme an der ersten Gesundheitswoche in der Verbandsgemeinde Waldbreitbach laden Einrichtungen und Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich, Krankenkassen, Vereine und Betriebe sowie Bürgermeister Werner Grüber ein. Von Samstag, 19. Mai bis einschließlich Freitag, 25. Mai wird ein bunter Mix aus Informationen und Vorträgen für Körper, Geist und Wohlbefinden angeboten.
Zur Eröffnung am Samstag, 19. Mai, im Kolpinghaus in Waldbreitbach, wird es eine kleine Gesundheitsmesse mit einem informativen und unterhaltsamen Angebot für die ganze Familie geben. Christa Garvert, Geschäftsführerin der St. Elisabeth GmbH, hat die Schirmherrschaft über die Gesundheitswoche übernommen.
Bürgermeister Werner Grüber stellte jetzt im Rathaus das abwechslungsreiche Programm vor. Die offizielle Eröffnung startet am 19. Mai um 14:00 Uhr, im Kolping-haus Waldbreitbach, mit kurzen Ansprachen (Bgm. Grüber, Schirmherrin Christa Garvert und Dr. Martin Fuchs). An der kleinen Gesundheitsmesse im Kolpinghaus beteiligen sich die großen Einrichtungen aus der Verbandsgemeinde mit Info- und Aktivständen. Außerdem die Krankenkassen, das Wiedtalbad und Vereine (DRK, DLRG, VfL). Auch für die jungen Besucher wird einiges geboten, wie zum Beispiel Barfußparcour, Luftballonwettbewerb, Inlinefahren zum Ausprobieren und eine Hüpfburg. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt (u. a. selbstgebackene Kuchen, frische Waffeln).
Der Sonntag, 20. Mai, steht ganz im Zeichen des autofreien Wiedtals. In der Zeit von 11:00 bis 17:00 Uhr präsentieren sich verschiedene Stände (St. Josefshaus, Physiotherapie König, EDEKA, DRK, Gewerbeverband, Caritas Sozialstation Linz) auf dem Platz „Am Alten Kreuz“.
Am Montag, 21. Mai, öffnet die Westerwaldklinik ab 16:00 Uhr ihre
Tore (Gleichgewichtstraining, Kurs gesundes Kochen, Spiegelzeichnen, Vorträge zum Thema: „Schlaganfall“).
Am Dienstag, 22. Mai, heißt es: „Zu Besuch im Marienhaus Klinikum St. Antonius Waldbreitbach“. Um 17:00 Uhr starten dort geführte Rundgänge und um 18:30 Uhr der Vortrag: „Depression in stationäre psychiatrischer Behandlung“.
Am Mittwoch, 23. Mai, geht es ins Margaretha-Flesch-Haus (Hausen/Wied). Von 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr gibt es Informationen rund um das Thema „Demenz“. In Breitscheid-Hochscheid steht ab 17:00 Uhr für alle interessierten Besucher die Tür der Naturheilpraxis Beatrice Mader offen. Außerdem finden Vorträge zum Thema „Darmgesundheit“ statt.
Am Donnerstag, 24. Mai, beginnen um 15:00 Uhr Führungen im St. Josefshaus in Hausen/Wied und um 17:00 Uhr ein Vortrag zur Versorgungskette. Die Physiothe-rapie-Praxis Hubertus König lädt in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:30 Uhr zum Tag der offenen Tür und zu zwei Vorträgen (Physiotherapie aus der Betrachtung der Ganzheitsmedizin sowie bei Kiefergelenk-Veränderungen) ein. Auch das Hypoxistudio Wied/Hausen öffnet am 24. Mai seine Tore (10:00 Uhr bis 19:00 Uhr). Es finden verschiedene Workshops zu den Themen: „Ernährung und Abnehmen“ statt.
Den Abschluss der Gesundheitswoche bildet der Freitag, 25. Mai. Um 14:00 Uhr beginnt der Tag der offenen Klostergärten auf dem Waldbreitbacher Klosterberg (fachkundige Führungen zu jeder vollen Stunde).
Die Abschlusskundgebung startet um 18:00 Uhr im Seminarraum Bibelgarten im Forum Antoniuskirche. Nach der Eröffnung durch Schirmherrin Christa Garvert findet ein Vortrag zum Thema „Selbstbestimmung bis zuletzt“ statt. Das Schlusswort spricht Bürgermeister Werner Grüber. Anschließend gibt es Leckeres vom Kloster-berg und eine Führung durch die Klostergärten.
Im Wiedtalbad geht es ab 15:00 Uhr bei freiem Eintritt mit Badespaß, Aquafit für Kids, Aquajoggen und vieles mehr los. In der Gesundheitswoche wartet der VfL Waldbreitbach mit einem besonderen sportlichen Angebot auf und auch die Gastronomen der „Nassens Mühle“ (Waldbreitbach), sowie die Klosterbergterrassen bieten ein besonderes gastronomisches Angebot. Weitere Infos (detailliertes Programm) gibt es bei der Verbandsgemeindeverwaltung Waldbreitbach, Neuwieder Str. 28, 56588 Waldbreitbach, Telefon 02638 8009 - 22, oder im Internet unter www.waldbreitbach-vg.de.
Die Reha Rhein-Wied veranstaltete für Schüler der Heddesdorfer Grundschule einen Projekttag zum Thema Bewegung
Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied: Prof. Dr. Richard Berger führt laparokopische Eingriffe bei Patientinnen mit Tumoren der Gebärmutter und des Gebärmutterhalses durch
Neuwied. Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Neuwied erhielt Ende März eine großzügige Spende in Höhe von 2.000 Euro vom CDU-Ortsverein Ehlscheid. Seit fast 30 Jahren sammeln die...
Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Neuwied: Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin hat das Qualitäts-Siegel "Ausgezeichnet. Für Kinder 2012-2013" erhalten.